Planeten-Parade

Am Sternenhimmel präsentieren sich die ersten klassischen Frühlingssternbilder wie Krebs und Löwe. Und Planeten wie Mars, Venus und Jupiter bieten dankbare Beobachtungsobjekte - auch und gerade für Hobby-Astronomen.

Die Sonne wandert im März am aufsteigenden Ast ihrer Jahresbahn durch den Tierkreis. Am 12. wechselt sie aus dem Sternbild Wassermann in das der Fische. Am 20. März überschreitet sie um 22.58 Uhr den Himmelsäquator und wechselt auf die Nordhalbkugel des Himmelsgewölbes. Dieser Zeitpunkt markiert den Frühlingsbeginn, die Tagundnachtgleiche. Nach dem 20. sind in unseren Breiten die Tage wieder länger als die Nächte. Der Schnittpunkt von aufsteigender Sonnenbahn und Himmelsäquator wird auch Widderpunkt genannt. Denn er ist der Beginn des Tierkreiszeichens Widder. Der Widder- oder Frühlingspunkt liegt in unserer Zeit im Sternbild Fische. Nur knapp vier Stunden nach dem astronomischen Frühlingsbeginn tritt die Vollmondphase ein. Der Mond steht am 21. um 2.43 Uhr morgens im Sternbild Jungfrau der Sonne genau gegenüber. Neumond tritt bereits am 6. März um 17.04 Uhr ein. Zwei Tage vorher befindet sich der Mond mit 406 690 Kilometer Distanz in Erdferne. In der Nacht vom 12. auf 13. wandert der zunehmende Halbmond durch das Goldene Tor des Tierkreises im Sternbild Stier. Seinen erdnächsten Bahnpunkt passiert der Mond am 19. abends, wobei ihn 359 380 Kilometer von uns trennen.

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Mars ist nach wie vor in der ersten Nachthälfte vertreten. Nach Einbruch der Dunkelheit sieht man ihn am Westhimmel. Am 23. verlässt er das Sternbild Widder und tritt in das Sternbild Stier. Ende März zieht der rote Planet südlich am Siebengestirn, dem Sternhaufen der Plejaden, vorbei. Eine halbe Stunde vor Mitternacht geht Mars unter.

Der Morgenhimmel ist bestückt mit hellen Planeten. Allen voran ist die strahlende Venus zu nennen, die nach wie vor ihre Rolle als Morgenstern spielt. Am 3. erhält sie Besuch von der schmalen Sichel des abnehmenden Mondes. Der Venusaufgang erfolgt Anfang März kurz vor 6.30 Uhr morgens, zu Monatsende eine halbe Stunde früher.

Jupiter im Sternbild Schlangenträger ist ebenfalls am Morgenhimmel vertreten. Der Riesenplanet geht immer früher auf und wird allmählich zum Planeten der zweiten Nachthälfte. Auch Saturn im Schützen kann am Morgenhimmel knapp über dem Südosthorizont gesehen werden. Sein prächtiger Ring ist allerdings nur in einem Fernrohr zu erkennen.

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Mächtiger Löwe

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Den Westhimmel nehmen noch die Wintersternbilder ein. Orion und Sirius im Großen Hund stehen kurz vor ihrem Untergang. Der Stier mit dem roten Stern Aldebaran ist weit im Westen zu sehen. Höher noch stehen die Zwillinge mit Kastor und Pollux. Der Kleine Hund mit seinem Hauptstern Prokyon hält sich im Südwesten auf.

Der Krebs hat seinen Gipfel hoch im Süden erklommen und krabbelt eben durch den Meridian. Dem Krebs folgt im Tierkreis der Löwe. Während der Krebs in unseren lichtüberfluteten Städten kaum zu erkennen ist, da er sich nur aus lichtschwächeren Sternen zusammensetzt, kann der markante Löwe als Leitsternbild des Frühlingshimmels gut ausgemacht werden. Ein großes Sternentrapez stellt den Rumpf, ein kleineres, aufgesetztes den Kopf des Tieres dar.

Der Löwe ist Mitglied des Tierkreises. Der hellste Stern im Löwen heißt Regulus, was kleiner König bedeutet. Er ist eine heiße, bläuliche Sonne in 77 Lichtjahren Entfernung. Jedes Jahr am 23. August zieht die Sonne am Königsstern im Löwen vorbei.