Stadt Weiden

Eislawine kracht auf Fahrzeug - 20 Helfer im Berchtesgadener Land im Einsatz

Weidener THW in Gefahrenzone

Weiden und Oberammergau hatten am Sonntag eines gemeinsam: Es regnete über mehrere Stunden. Die Auswirkungen sind jedoch für die vom Schneechaos betroffenen Orte in Südbayern ungleich dramatischer. Seit Freitag ist auch die THW-Ortsgruppe Weiden mit 20 Mann und sechs Fahrzeugen im Berchtesgadener Land im Einsatz.

Hunderte von Dächern müssen von der Schneelast befreit werden. Knochenarbeit für die Einsatzkräfte. "Der Schnee wird durch den Regen immer schwerer, die Lawinengefahr steigt", teilt Ortsbeauftragter Andreas Duschner auf Anfrage von Oberpfalz-Medien mit. Der Weidener unterstützt den Koordinierungsstab in der THW-Dienststelle des Landesverbandes in München."Ich bin ja Schnee gewöhnt, aber solche Massen habe ich auch noch nicht gesehen", sagt Duschner. "Das ist ein gutes Stück heftiger als beim Schneechaos 2006 im Bayerischen Wald."

Dass der Hilfseinsatz für alle Beteiligten nicht ungefährlich ist, mussten die Weidener bereits erfahren. "Als eines unserer THW-Fahrzeuge unter einer Brücke durchfuhr, löste sich eine Eislawine und durchschlug die Frontscheibe", berichtet Andreas Duschner. Verletzt wurde zum Glück niemand. Das THW-Fahrzeug ist jedoch nicht mehr einsatzbereit.

In den betroffenen Gebieten vor Ort sind aus Weiden auch die Gruppenführer Falco Bauer und Markus Bauer sowie Zugführer Heiko Engelbrecht. Bis zu zehn Stunden schaufeln die Weidener Helfer Schnee. "Das ist sehr, sehr anstrengend und kräftezehrend." Am Sonntag waren einige der Hauptverkehrsstraßen wieder passierbar. Angesichts drohender Lawinen könne sich das aber von Stunde zu Stunde ändern, sagt Duschner. Der Experte rechnet damit, dass der Einsatz der Weidener noch bis Ende der Woche dauert.