Kreis Tirschenreuth

Nicht über Tempo 30

Die Bewohner von Münchsgrün dürfen sich freuen. Demnächst gilt für die gesamte Ortsdurchfahrt eine Geschwindigkeitsbegrenzung - eine Maßnahme, die zu mehr Sicherheit beitragen wird, findet Bürgermeister Johann Burger. Er spricht von einem Erfolg des Gemeinderats.

Die Münchsgrüner dürfen sich freuen: Die Polizeiinspektion Waldsassen hat ihrer Forderung nach Tempo 30 im Ortsgebiet zugestimmt. Wenn demnächst die Beschilderung steht, gilt ab sofort im gesamten Ortsgebiet Tempo 30. Der Gemeinderat begrüßte dies in seiner jüngsten Sitzung ausdrücklich. Bild: jr

Die Polizeiinspektion Waldsassen hat dem Wunsch des Gemeinderates entsprochen: Er hatte eine Höchstgeschwindigkeit von Tempo 30 für die Ortschaft beantragt. Die Beschilderung soll demnächst angebracht werden. Das Tempomessgerät in Münchsgrün kontrollierte in der Zeit von 7. bis 13. Oktober in der Ortsmitte die Geschwindigkeit der Autofahrer. Bei den 633 Messungen war kein Autofahrer schneller als Tempo 50 unterwegs. Dennoch wollte der Gemeinderat eine Reduzierung auf Tempo 30, der die Polizei auch zustimmte.

Ebenfalls eine Geschwindigkeitsbegrenzung gibt es auf der TIR 3 bei Neumühle/Königshütte. Aus Richtung Steinmühle wird die Geschwindigkeit zunächst auf 70 und dann auf 50 reduziert. Die Verkehrszeichen sind bereits montiert. Das Schild "Neumühle" ist durch eine Ortshinweistafel zu ersetzen, denn sie wäre keine geschlossene Ortschaft im Sinne des Straßenverkehrsrechts, wie es hieß. Weiter wurde die Höchstgeschwindigkeit auf der Gemeindeverbindungsstraße Hofteich-Königshütte von 70 auf 50 reduziert.

Erlassen wurde eine Verordnung für die Reinhaltung und Reinigung der öffentlichen Straßen und Sicherung der Gehbahnen im Winter im Gemeindebereich. Die Bürger müssen dabei bei Bedarf die Straße regelmäßig kehren und anfallenden Unrat entfernen. Die neue Verordnung gilt zunächst für 20 Jahre und ist in der Verwaltung einzusehen. Der Gemeinderat zeigte sich einverstanden.

Weiter stellte Bürgermeister Johann Burger die Förderrichtlinien für die Förderung privater Maßnahmen im Rahmen der Dorferneuerung vor. Dabei geht es um die Revitalisierung von Gebäuden, Sanierung und Modernisierung alter Häuser. Gefördert werden Wärmedämmung, Fassadengestaltung, Beseitigung baulicher Missstände, sowie der Abbruch und die Entsorgung von Bauruinen. Weiter gibt es Gelder für eine dorfgerechte Gestaltung, sowie für Entsiegelungen, Fassadenbegrünungen und vieler andere Maßnahmen. Bürgermeister Johann Burger sagte, jeder der in der Gemeinde Leonberg seit mindestens vier Jahren wohnt und eine solche Investition oder bauliche Veränderung plant, muss bis spätestens Dezember 2016 einen Förderantrag stellen, wenn er Fördergelder bekommen will. Bezuschusst werden Häuser, die schon älter als 25 Jahre sind. Die Baumaßnahmen müssen bis Ende 2019 abgeschlossen sein. Weitere Infos beim Amt für Ländliche Entwicklung in Tirschenreuth.

Einverstanden zeigte sich der Gemeinderat mit drei privaten Baumaßnahmen, die einstimmig gebilligt wurden. (Im Blickpunkt)