Kreis Neustadt/WN

Haustechnik Kummer in Weißenbrunn erweitert Betriebsgebäude - 150 Gäste

Erfolgreiches Start-up-Unternehmen

Abseits der großen Industriezentren haben Johannes Kummer und seine Frau Kathrin vor fünf Jahren im Kohlberger Ortsteil Weißenbrunn ihre Firma für Haustechnik gegründet. Zuerst als Ein-Mann-Betrieb, aber jetzt schon mit vier Mitarbeitern, hat sie inzwischen einen beachtlichen Aufschwung genommen.

Das musste nun mit einem ersten Betriebsfest gefeiert werden und der neu erstellte Hallenbereich, der sollte dabei auf ausdrücklichen Wunsch der Inhaber den kirchlichen Segen erhalten. Das übernahm Pfarrer Thomas Schertel aus Illschwang, der das Ehepaar Kummer "in grauer Vorzeit", wie er sagte, auch schon getraut hat. Den dafür passenden Bibelspruch zitierte er aus Psalm 27: "Wo der Herr nicht das Haus baut, da arbeiten umsonst, die daran bauen!" Kummers Schwester Ulrike bot mit einigen Posaunensoli den musikalischen Rahmen.

Zu diesem "Winter-, Werkstatt-, Helfer- und Freundefest" waren etwa 150 Gäste gekommen. Zwei Bürgermeister, Markträte, Vereinsabordnungen, Kunden, Geschäftspartner, Jagdpächter, Feuerwehrkameraden, Mitarbeiter und Nachbarn füllten die Montagehalle bis auf den letzten Platz.

Johannes Kummer hatte einer langen Reihe von Personen zu danken, besonders jedoch seinen Eltern, den Kindern Julia, Nico und Christin und natürlich seiner Frau Kathrin. "Ohne sie hätten wir das alle nie und nimmer geschafft", bekannte er. "Sie war immer ruhender Punkt, Stütze, Mutmacherin und Motor, wenn es wieder mal dick kam. Und das war in den letzten fünf Jahren öfter mal so!"

"Wenn, dann glei g'scheit", hat sich Kummer gesagt, als er 2013 das Unternehmen aus der Taufe hob. Sein Handwerk, mit allem was mit Metall zu tun hat, lernte er von der Pike auf. Und einen guten Ruf hat sich "der Johannes" vor Jahren schon damit erworben, als er fast alle Wohnungen des Heimatortes an die Fernwärmeversorgung eines Biogas-Lieferanten anschloss. Schon damals haben ihm Kollegen geraten, eine eigene Firma zu eröffnen. "Wartungs- und Störungsdienst sämtlicher Anlagen und Fabrikate", steht noch heute auf dem Kleintransporter, den er sich als erstes anschaffte. Jetzt will der junge Chef aber eine Konsolidierungsphase schalten, denn die letzten Jahre haben viel Energie von allen gefordert.

Öl-, Gas- und Solarheiztechnik, Sanitär- und Abwasseranlagen, Wohnraum-Klimatechnik, Dachentwässerung, Planung von Neuanlagen und Renovierungen zählen zu den Arbeitsbereichen des Unternehmens. Die Kunden sind in erster Linie Privatleute, mittelständische Firmen und inzwischen auch zwei Gemeinden für die Kummer Haustechnik das Wassernetz betreut. Der Chef: "Für große Industrieprojekte sind wir einfach zu klein und die wollen wir auch nicht unbedingt, wegen der Risiken".

Und da gibt es noch eine Besonderheit, auf die er sichtlich stolz ist. Vor einigen Jahren kam die Anfrage eines Herstellers von Druckmaschinen aus der Region, ob er eventuell Wartung und Reparaturen an den Abluftanlagen ihrer Kunden übernehmen würde. Kummer sagte zu und düst seither jeweils für Tage und Wochen zwischen Dänemark, USA, China und Indien herum. Demnächst wieder mal an den Persischen Golf.

"Da musst du dann einfach improvisieren, wenn vielleicht ein Ersatzteil beim Zoll liegen blieb oder am jeweiligen Standort einfach nicht zu bekommen ist", erzählt er begeistert.